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November 11 2018

10:18
Weiter im Text. Habt ihr die Grundidee schön verinnerlicht? 

"Es gibt keine Wirklichkeit, nur Konventionen, Interpretationen, Konstruktionen. Falls es unwahrscheinlicherweise doch so etwas wie Realität geben sollte, ändert sie sich, je nach dem, wie ich sie gerade konstruiere. Wenn ich mir morgen etwas Neues ausdenke, zum Beispiel ein neues Geschlecht für mich erfinde, dann gibt es das auch, und die Welt hat das zu akzeptieren. Wenn jemand etwas anderes sich ausdenkt, daß z.B. die Erde ein Würfel ist, und ich sage, nein, eine Eiswaffel, dann sind das zwei gleichberechtigte Meinungen und wir können das so nebeneinander stehen lassen. 'Die Wahrheit' ist auch nur ein Konzept, die gibt es in Wahrheit nicht. 

Das haben wir auf der Uni, der höchsten aller Bildungsanstalten, gelernt. Muß also stimmen.

Jetzt schreibe ich irgendeine Behauptung mit passend gemachter Beweiskette auf (je abgefahrener und unverständlicher, desto besser), und kriege dafür ein Diplom. 
Dann habe ich also einen klangvollen Hochschulabschluß, der auf dem Papier so viel wert ist wie ein Ingenieurstudium, nur leider weder brauchbare Fähigkeiten noch belastbare Argumente. Was macht man damit? Na klar: ich gehe dahin, wo man mit Geschwurbel durchkommt. 

Die verpeilte Variante: der Guten Fee vom Sozialamt erklären, daß ich endlos überqualifiziert und dennoch zu nichts zu gebrauchen bin. 
Die Profi- Variante: an der Uni bleiben (bei Tausenden, die das wollen, stehen die Chancen natürlich schlecht).
Oder vielleicht in die Politik? Oder irgendwas mit Medien? Projektmanagement vielleicht?"

Na ja, hm. Das ist nicht einmal grob karikiert. Ich selber bin vor Jahrzehnten durch eine Kette von Zufällen in einem GW- Studium gelandet (und aus --ähem-- Faulheit dabeigeblieben), war zwischendrin in der Politik, habe nach dem Abschluß noch ein bißchen... - na ja, egal. Ich kenne das Tollhaus von innen. Und wenn ich mir heute vorstelle, daß diese Wirrköpfe, die ich da kennengelernt habe (und von denen ich einer war), heute in achtbaren Positionen sitzen, und nicht alle die Erkenntnis, daß alles Bullshit war, hatten... au weia. (Fortsetzung folgt.)

November 10 2018

17:18
Exkurs, weil's gerade vorbeiscrollt und paßt:

"Jürgen Habermas nämlich verficht entschieden, dass am Diskurs nur teilnehmen darf, wem Vernunft attestiert werden kann. Vor zwei Jahren sagte der Philosoph in einem Interview mit den Blättern für deutsche und internationale Politik: „Nur die Dethematisierung könnte dem Rechtspopulismus das Wasser abgraben.“ Und weiter: „Daraus dürften demokratische Parteien für den Umgang mit Leuten, die solchen Parolen nachlaufen, eigentlich nur eine Lehre ziehen: Sie sollten diese Art von ‚besorgten Bürgern‘, statt um sie herumzutanzen, kurz und trocken als das abtun, was sie sind – der Saatboden für einen neuen Faschismus.“ Sätze, die durchgeatmet werden müssen: Welch elitäre Gönnerhaftigkeit, was für ein Entzug jeder Fähigkeit zum demokratischen Sprechen."


Wir erinnern uns: "Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc."

Der nächste Teil wird dann ein paar autobiographische Anklänge haben.


10:57
... obwohl es mich nervt und ich damit nichts mehr zu tun haben wollte. Doch inzwischen glaube ich, an der Stelle einen Bildungsauftrag zu haben.

Sicher habt ihr das hier schon ergoogelt:

"Alle Richtungen des Poststrukturalismus betreiben eine rigorose Semiotisierung der Welt und der Wissenschaft, anders ausgedrückt, die Wirklichkeit erschöpft sich für sie in Zeichen und Zeichensystemen. Oder noch drastischer: Sie behaupten, es gebe keine Wirklichkeit außerhalb der Sprache...

Ursprünglich in der Literaturwissenschaft beheimatet, wurde der Poststrukturalismus zu einer umfassenden Kulturtheorie weiterentwickelt, in der die Welt als Text betrachtet wird. Eine außersprachliche oder außersemiotische Wirklichkeit, auf die der Text verweise, existiere nicht...

Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc.

Ende der subjektiven Verantwortung: Es gebe keinen Täter hinter der Tat. (Nietzsche: »Niemand ist für sein Wesen verantwortlich, niemand für seine Taten.«)

Partikularismus: Hierarchisch organisierte Theorien und Systeme werden ebenso abgelehnt, wie jeder Monismus und Universalismus. Stattdessen werden Einzeluntersuchungen angestellt. ...

Gegen Marxismus: Die ökonomischen Gesetze seien den Gesetzen der Sprache und der Struktur des arbiträren Codes unterworfen und spiegeln dieses wider. [Selbst soziale Ungleichheit und Wirtschaftskrisen sind Sprach- bzw. Zeichenprobleme.] ...

Ignorierung oder Minderbewertung der Naturwissenschaften.

Abwertung des empirisch Feststellbaren zugunsten meist sinnloser Abstraktionen.

Durch die Ablehnung der Vernunft kommt eine Beliebigkeit oder Verspieltheit hinein.

Die Poststrukturalisten sind weitgehend elitär und unpolitisch."

Das, meine Damen und Herren, ist die gängige "Philosophie", an der niemand vorbeikommt, der an einer geistes'wissenschaftlichen' Fakultät studiert. Was dort abgeht, kann sich außerhalb dieser Blase niemand vorstellen. (von wegen unpolitisch, hahaa! ... wird fortgesetzt)

November 09 2018

21:01
"In Wahrheit geht es um viel grundlegendere Fragen... Die Idee der Sozialdemokratie fußt seit mehr als 150 Jahren auf gemeinsamer Interessenvertretung, auf kollektivem Handeln und einer auf Solidarität ausgerichteten Gesellschaft. Wenig davon ist übrig. 
...
Der Aufstieg des rechten wie des linken Populismus wird oft als Reaktion auf die Errungenschaften der Moderne begriffen, gewissermaßen als antimoderne Auflehnung gegen den Status quo. Ich wage eine Gegenthese, die auf den ersten Blick kurios wirken mag: Der Rechtspopulismus ist keine Gegenbewegung zu dieser Moderne, sondern im Gegenteil Ausdruck einer Sehnsucht nach genau dieser Moderne.

Er ist weitaus eher eine Gegenbewegung gegen die Ende des vergangenen Jahrhunderts entstandene Postmoderne."

so Siegmar Gabriel 2017 - Das Interview hat für ihn, wenn ich mich richtig entsinne, das Ende der Restkarriere bedeutet. Sich mit denen anzulegen, hat bislang kaum jemand überstanden.

Das Schlimme ist, daß die Poststrukturalisten sich als "links" bezeichnen können. Nichts könnte falscher sein. Daher auch die vielen Mißverständnisse.

Aus aktuellen Anlässen sehe ich mich veranlaßt, doch mal was dazu zu schreiben, obwohl... 

November 11 2018

10:18
Weiter im Text. Habt ihr die Grundidee schön verinnerlicht? 

"Es gibt keine Wirklichkeit, nur Konventionen, Interpretationen, Konstruktionen. Falls es unwahrscheinlicherweise doch so etwas wie Realität geben sollte, ändert sie sich, je nach dem, wie ich sie gerade konstruiere. Wenn ich mir morgen etwas Neues ausdenke, zum Beispiel ein neues Geschlecht für mich erfinde, dann gibt es das auch, und die Welt hat das zu akzeptieren. Wenn jemand etwas anderes sich ausdenkt, daß z.B. die Erde ein Würfel ist, und ich sage, nein, eine Eiswaffel, dann sind das zwei gleichberechtigte Meinungen und wir können das so nebeneinander stehen lassen. 'Die Wahrheit' ist auch nur ein Konzept, die gibt es in Wahrheit nicht. 

Das haben wir auf der Uni, der höchsten aller Bildungsanstalten, gelernt. Muß also stimmen.

Jetzt schreibe ich irgendeine Behauptung mit passend gemachter Beweiskette auf (je abgefahrener und unverständlicher, desto besser), und kriege dafür ein Diplom. 
Dann habe ich also einen klangvollen Hochschulabschluß, der auf dem Papier so viel wert ist wie ein Ingenieurstudium, nur leider weder brauchbare Fähigkeiten noch belastbare Argumente. Was macht man damit? Na klar: ich gehe dahin, wo man mit Geschwurbel durchkommt. 

Die verpeilte Variante: der Guten Fee vom Sozialamt erklären, daß ich endlos überqualifiziert und dennoch zu nichts zu gebrauchen bin. 
Die Profi- Variante: an der Uni bleiben (bei Tausenden, die das wollen, stehen die Chancen natürlich schlecht).
Oder vielleicht in die Politik? Oder irgendwas mit Medien? Projektmanagement vielleicht?"

Na ja, hm. Das ist nicht einmal grob karikiert. Ich selber bin vor Jahrzehnten durch eine Kette von Zufällen in einem GW- Studium gelandet (und aus --ähem-- Faulheit dabeigeblieben), war zwischendrin in der Politik, habe nach dem Abschluß noch ein bißchen... - na ja, egal. Ich kenne das Tollhaus von innen. Und wenn ich mir heute vorstelle, daß diese Wirrköpfe, die ich da kennengelernt habe (und von denen ich einer war), heute in achtbaren Positionen sitzen, und nicht alle die Erkenntnis, daß alles Bullshit war, hatten... au weia. (Fortsetzung folgt.)

November 10 2018

17:18
Exkurs, weil's gerade vorbeiscrollt und paßt:

"Jürgen Habermas nämlich verficht entschieden, dass am Diskurs nur teilnehmen darf, wem Vernunft attestiert werden kann. Vor zwei Jahren sagte der Philosoph in einem Interview mit den Blättern für deutsche und internationale Politik: „Nur die Dethematisierung könnte dem Rechtspopulismus das Wasser abgraben.“ Und weiter: „Daraus dürften demokratische Parteien für den Umgang mit Leuten, die solchen Parolen nachlaufen, eigentlich nur eine Lehre ziehen: Sie sollten diese Art von ‚besorgten Bürgern‘, statt um sie herumzutanzen, kurz und trocken als das abtun, was sie sind – der Saatboden für einen neuen Faschismus.“ Sätze, die durchgeatmet werden müssen: Welch elitäre Gönnerhaftigkeit, was für ein Entzug jeder Fähigkeit zum demokratischen Sprechen."


Wir erinnern uns: "Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc."

Der nächste Teil wird dann ein paar autobiographische Anklänge haben.


10:57
... obwohl es mich nervt und ich damit nichts mehr zu tun haben wollte. Doch inzwischen glaube ich, an der Stelle einen Bildungsauftrag zu haben.

Sicher habt ihr das hier schon ergoogelt:

"Alle Richtungen des Poststrukturalismus betreiben eine rigorose Semiotisierung der Welt und der Wissenschaft, anders ausgedrückt, die Wirklichkeit erschöpft sich für sie in Zeichen und Zeichensystemen. Oder noch drastischer: Sie behaupten, es gebe keine Wirklichkeit außerhalb der Sprache...

Ursprünglich in der Literaturwissenschaft beheimatet, wurde der Poststrukturalismus zu einer umfassenden Kulturtheorie weiterentwickelt, in der die Welt als Text betrachtet wird. Eine außersprachliche oder außersemiotische Wirklichkeit, auf die der Text verweise, existiere nicht...

Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc.

Ende der subjektiven Verantwortung: Es gebe keinen Täter hinter der Tat. (Nietzsche: »Niemand ist für sein Wesen verantwortlich, niemand für seine Taten.«)

Partikularismus: Hierarchisch organisierte Theorien und Systeme werden ebenso abgelehnt, wie jeder Monismus und Universalismus. Stattdessen werden Einzeluntersuchungen angestellt. ...

Gegen Marxismus: Die ökonomischen Gesetze seien den Gesetzen der Sprache und der Struktur des arbiträren Codes unterworfen und spiegeln dieses wider. [Selbst soziale Ungleichheit und Wirtschaftskrisen sind Sprach- bzw. Zeichenprobleme.] ...

Ignorierung oder Minderbewertung der Naturwissenschaften.

Abwertung des empirisch Feststellbaren zugunsten meist sinnloser Abstraktionen.

Durch die Ablehnung der Vernunft kommt eine Beliebigkeit oder Verspieltheit hinein.

Die Poststrukturalisten sind weitgehend elitär und unpolitisch."

Das, meine Damen und Herren, ist die gängige "Philosophie", an der niemand vorbeikommt, der an einer geistes'wissenschaftlichen' Fakultät studiert. Was dort abgeht, kann sich außerhalb dieser Blase niemand vorstellen. (von wegen unpolitisch, hahaa! ... wird fortgesetzt)

November 11 2018

10:18
Weiter im Text. Habt ihr die Grundidee schön verinnerlicht? 

"Es gibt keine Wirklichkeit, nur Konventionen, Interpretationen, Konstruktionen. Falls es unwahrscheinlicherweise doch so etwas wie Realität geben sollte, ändert sie sich, je nach dem, wie ich sie gerade konstruiere. Wenn ich mir morgen etwas Neues ausdenke, zum Beispiel ein neues Geschlecht für mich erfinde, dann gibt es das auch, und die Welt hat das zu akzeptieren. Wenn jemand etwas anderes sich ausdenkt, daß z.B. die Erde ein Würfel ist, und ich sage, nein, eine Eiswaffel, dann sind das zwei gleichberechtigte Meinungen und wir können das so nebeneinander stehen lassen. 'Die Wahrheit' ist auch nur ein Konzept, die gibt es in Wahrheit nicht. 

Das haben wir auf der Uni, der höchsten aller Bildungsanstalten, gelernt. Muß also stimmen.

Jetzt schreibe ich irgendeine Behauptung mit passend gemachter Beweiskette auf (je abgefahrener und unverständlicher, desto besser), und kriege dafür ein Diplom. 
Dann habe ich also einen klangvollen Hochschulabschluß, der auf dem Papier so viel wert ist wie ein Ingenieurstudium, nur leider weder brauchbare Fähigkeiten noch belastbare Argumente. Was macht man damit? Na klar: ich gehe dahin, wo man mit Geschwurbel durchkommt. 

Die verpeilte Variante: der Guten Fee vom Sozialamt erklären, daß ich endlos überqualifiziert und dennoch zu nichts zu gebrauchen bin. 
Die Profi- Variante: an der Uni bleiben (bei Tausenden, die das wollen, stehen die Chancen natürlich schlecht).
Oder vielleicht in die Politik? Oder irgendwas mit Medien? Projektmanagement vielleicht?"

Na ja, hm. Das ist nicht einmal grob karikiert. Ich selber bin vor Jahrzehnten durch eine Kette von Zufällen in einem GW- Studium gelandet (und aus --ähem-- Faulheit dabeigeblieben), war zwischendrin in der Politik, habe nach dem Abschluß noch ein bißchen... - na ja, egal. Ich kenne das Tollhaus von innen. Und wenn ich mir heute vorstelle, daß diese Wirrköpfe, die ich da kennengelernt habe (und von denen ich einer war), heute in achtbaren Positionen sitzen, und nicht alle die Erkenntnis, daß alles Bullshit war, hatten... au weia. (Fortsetzung folgt.)

November 10 2018

17:18
Exkurs, weil's gerade vorbeiscrollt und paßt:

"Jürgen Habermas nämlich verficht entschieden, dass am Diskurs nur teilnehmen darf, wem Vernunft attestiert werden kann. Vor zwei Jahren sagte der Philosoph in einem Interview mit den Blättern für deutsche und internationale Politik: „Nur die Dethematisierung könnte dem Rechtspopulismus das Wasser abgraben.“ Und weiter: „Daraus dürften demokratische Parteien für den Umgang mit Leuten, die solchen Parolen nachlaufen, eigentlich nur eine Lehre ziehen: Sie sollten diese Art von ‚besorgten Bürgern‘, statt um sie herumzutanzen, kurz und trocken als das abtun, was sie sind – der Saatboden für einen neuen Faschismus.“ Sätze, die durchgeatmet werden müssen: Welch elitäre Gönnerhaftigkeit, was für ein Entzug jeder Fähigkeit zum demokratischen Sprechen."


Wir erinnern uns: "Außer dem Tod des Subjekts behaupten die Poststrukturalisten auch den Tod der Geschichte, der Vernunft, der Wahrheit, des Autors etc."

Der nächste Teil wird dann ein paar autobiographische Anklänge haben.


November 11 2018

10:18
Weiter im Text. Habt ihr die Grundidee schön verinnerlicht? 

"Es gibt keine Wirklichkeit, nur Konventionen, Interpretationen, Konstruktionen. Falls es unwahrscheinlicherweise doch so etwas wie Realität geben sollte, ändert sie sich, je nach dem, wie ich sie gerade konstruiere. Wenn ich mir morgen etwas Neues ausdenke, zum Beispiel ein neues Geschlecht für mich erfinde, dann gibt es das auch, und die Welt hat das zu akzeptieren. Wenn jemand etwas anderes sich ausdenkt, daß z.B. die Erde ein Würfel ist, und ich sage, nein, eine Eiswaffel, dann sind das zwei gleichberechtigte Meinungen und wir können das so nebeneinander stehen lassen. 'Die Wahrheit' ist auch nur ein Konzept, die gibt es in Wahrheit nicht. 

Das haben wir auf der Uni, der höchsten aller Bildungsanstalten, gelernt. Muß also stimmen.

Jetzt schreibe ich irgendeine Behauptung mit passend gemachter Beweiskette auf (je abgefahrener und unverständlicher, desto besser), und kriege dafür ein Diplom. 
Dann habe ich also einen klangvollen Hochschulabschluß, der auf dem Papier so viel wert ist wie ein Ingenieurstudium, nur leider weder brauchbare Fähigkeiten noch belastbare Argumente. Was macht man damit? Na klar: ich gehe dahin, wo man mit Geschwurbel durchkommt. 

Die verpeilte Variante: der Guten Fee vom Sozialamt erklären, daß ich endlos überqualifiziert und dennoch zu nichts zu gebrauchen bin. 
Die Profi- Variante: an der Uni bleiben (bei Tausenden, die das wollen, stehen die Chancen natürlich schlecht).
Oder vielleicht in die Politik? Oder irgendwas mit Medien? Projektmanagement vielleicht?"

Na ja, hm. Das ist nicht einmal grob karikiert. Ich selber bin vor Jahrzehnten durch eine Kette von Zufällen in einem GW- Studium gelandet (und aus --ähem-- Faulheit dabeigeblieben), war zwischendrin in der Politik, habe nach dem Abschluß noch ein bißchen... - na ja, egal. Ich kenne das Tollhaus von innen. Und wenn ich mir heute vorstelle, daß diese Wirrköpfe, die ich da kennengelernt habe (und von denen ich einer war), heute in achtbaren Positionen sitzen, und nicht alle die Erkenntnis, daß alles Bullshit war, hatten... au weia. (Fortsetzung folgt.)
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